Stadtmauer/Ringmauer

Die Stadtmauer mit ca. 1 km Länge wurde in der 2. Hälfte des 14. Jh. errichtet, nachdem die Grafen von Nassau für den Ort im Jahr 1348 Stadtrechte erwirkt hatten. Die weithin sichbare Stadtmauer ist teilweise oberhalb der Häuser des alten Ortskerns in den Hang  gebaut und man kann sie auf einem Rundweg erkunden und schöne Ausblicke genießen.

Von den ehemals acht Türmen sind sieben zumindest in Resten erhalten. Hierzu gehören u.a. der Ackertsturm mit der Ackertspforte, der Schiefe Turm und der Torturm.

Torturm                                                                 The Gate Tower

Der nahe der Lahn in Richtung Bad Ems stehende Turm ist der einzige Turm der ehemaligen Stadtbefestigung Dausenaus, der in seiner ursprünglichen Höhe erhalten ist.

The tower near the river Lahn and facing towards Bad Ems is the only tower that remains of the former walled city that has maintained its original height.

 

Alle anderen Türme, vor allem der bekannte
„Schiefe Turm“, haben im Laufe der Jahrhunderte vieles von ihrer ursprünglichen Höhe eingebüßt.
Der Torturm wurde wie die Stadtmauer in der 2. Hälfte des 14. Jh. errichtet, nachdem die Grafen von Nassau für den Ort im Jahr 1348 Stadtrechte erwirkt hatten. Die dendrochronologische Untersuchung einer Bauholzprobe, die 2008 im Torturm entnommen wurde, ergab das Jahr 1384/85.

Der Turm diente im Mittelalter der Kontrolle des Personen- und Warenverkehrs im Lahntal und er schützte die Bürger des kleinen Städtchens vor ungebetenen Besuchern. Ursprünglich waren noch Wachstuben vorgebaut. Der Zugang zum Turm erfolgte über den Wehrgang.

Die Höhe ist mit 18,32 Metern angegeben, das
1929 zur Substanzerhaltung aufgesetzte Dach ist dabei nicht mitgerechnet.

Wie die gesamte Stadtmauer ist der Turm aus
den in der Nähe gebrochenen Schieferbruch-steinen errichtet. Lediglich für die Konsolsteine des Pecherkers sowie die nur noch bruchstückhaft vorhandenen Wasserspeier wurde Gestein vulkanischen Ursprungs aus der Eifel verwendet. Diese Tatsache sowie der Bogenfries sollten die massive Beschaffenheit der Mauern sowie die aufwendige handwerkliche Herstellung belegen
und eine gewisse Abschreckung bewirken.

All the other towers, and above all the leaning tower, have lost some of their original height over the past centuries. It was built in the late 14th century, as was the city wall itself, after the counts of Nassau claimed city rights for the community in 1348.

The tower was built in medieval times to provide a point of controlled access to and departure from the valley of the Lahn for people and goods and it also provided a shield for the citizens of the small town against uninvited visitors. Initially it had guardrooms at its front. Access to the tower was gained via the wall walk.

The tower is 18,32 metres high, omitting the roof dating from 1929, that was put on to preserve it.  It was built with blocks of stone (Schieferbruchstein) from nearby quarries as were the rest of the city walls. Only the structural stones of the machicolation and the now barely existing gargoyles were built from stones of volcanic origin from the Vulkan Eifel.

These facts together with the Lombard band provide proof of the massive construction of the walls as well as the elaborate craftsmanship and were supposed to act as a deterrent.

 

UA-39925804-1